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    Methadon: Probleme …

    By Redaktion | Mai 14, 2010

    Hier wird wieder einmal gezeigt, dass die Methadonsubstitution große Probleme mit sich bringt. Unter anderem wird die Beschaffungskriminalität nicht verhindert. Ursache ist der Beikonsum:

    Die Ausgabe von Methadon fördert also die Beschaffungskriminalität?

    Waldschmidt: Methadon verhindert sie nicht. Viele Substituierte nehmen ja nicht ausschließlich das Methadon, sondern konsumieren dazu andere Drogen wie Haschisch oder Kokain. Und die bezahlt die Krankenkasse nicht. Es ist absolut fahrlässig, dass Methadon nach dem Gießkannenprinzip über die Heroinsüchtigen ausgeschüttet wird. Und das über lange Zeiten. Es gibt Abhängige, die seit zehn Jahren oder noch länger substituiert werden. Dabei ist der Entzug von Methadon viel schwieriger als der von Heroin. Das ist übrigens ein bundesweites Problem.

    Wie ist es dazu gekommen?

    Waldschmidt: Vor etwa acht Jahren ist die Verordnung von Methadon stark vereinfacht worden. Früher bedurfte es für jede einzelne Substitution eines Heroinabhängigen der Genehmigung durch die Substitutionskommission der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen. Heute liegt die Entscheidung allein beim Arzt. Die Verordnung muss nur noch gemeldet werden. Dabei hat die alte Regelung Ärzte durchaus auch geschützt. Die Heroinabhängigen üben zum Teil einen enormen Druck auf die Ärzte aus. Damit sind die Ärzte auf sich allein gestellt. Es hat seinen Grund, warum unsere Mitarbeiter regelmäßig Supervision erhalten. Mit Suchtkranken zu arbeiten, kann sehr belastend sein.

    Warum wird Methadon so großzügig verteilt, wenn das solche Probleme nach sich zieht?

    Waldschmidt: Da gibt es Versäumnisse in der Politik. Der Fokus ist allein auf die Gabe eines Medikaments gelegt worden. Nicht zuletzt ist es auch ein Geschäft. Doch die Regelung der Finanzierung für die so wichtige psychosoziale Betreuung bleibt außen vor. Die Krankenkassen sehen das nicht als ihre Aufgabe. Doch allein Methadon zu geben, hilft den Betroffenen nicht. Die Süchtigen werden allein gelassen.

    Quelle: http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/therapie-statt-methadon-635050.html

    Man kann sich vorstellen, mit welchen Folgen man zu rechnen hätte, wenn auf der 2. Hälfte der Poppelsdorfer Allee direkt neben einem Kindergarten und einem Seniorenwohnheim 10o Patienten behandelt werden sollen. Für die Stadt hätte dies katastrophale Auswirkungen. Man sollte die Methadonvergabe generell überdenken. Zudem sollte man die Anzahl der Substituierten auf eine Obergrenze beschränken.

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