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Finanzielle Hilfen für Eltern PDF Drucken E-Mail

Elternglück kann finanzielle Vorteile bringenElternglück kann auch finanzielle Vorteile mit sich bringen, ganz gleich, ob es sich bei den Eltern um Sozialhilfe-Empfänger, Besserverdiener oder auch allein erziehende Mütter handelt. Neben Steuervorteilen gibt es zusätzlich ordentliche Zuschüsse vom Vater Staat. Diese müssen nur beantragt werden. Das ist besonders in den ersten Wochen wichtig, wenn sich alles ums Baby dreht. Deshalb sollten Behördengängen so früh wie möglich gemacht werden, denn wer keinen Antrag stellt, geht leer aus. Der familien-organizer verrät Ihnen, was Ihnen zusteht und wo Sie es beantragen können:

Elterngeld

Elterngeld oder „Lohnersatzleistung“, wie das Elterngeld im Amtsdeutsch heißt, gibt es im ersten Babyjahr für die Mutter. Wenn die Mutter weiter arbeiten geht und der Vater zuhause bleibt, wird das Elterngeld auf zwei Monate verlängert. Pausieren beide Elternteile, gilt der Anspruch für jeweils sieben Monate. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem jeweiligen Netto-Einkommen. Als Empfänger darf man noch maximal 30 Stunden die Woche arbeiten. Anträge müssen bei den Erziehungsgeldstellen eingereicht werden.

Kindergeld

Kindergeld ist die wichtigste Form der staatlichen Unterstützung. Das Kindergeld muss man bei der zuständigen Familienkasse beantragen. Dazu muss bei Neugeborenen die Geburtsurkunde im Original vorgelegt werden. Der Antrag muss auch von Hand unterschieben werden. Ab Dezember 2009 gibt es für das erste Kind und zweite Kind monatlich 184 Euro, für das dritte Kind 190 Euro und für jedes weitere 215 Euro.

Kinderbonus

Das Konjunkturpaket II macht es möglich: Im Jahr 2009 erhalten alle Empfänger von Kindergeld einen einmaligen Kinderbonus von 100 Euro. Dieser Bonus muss nicht beantragt werden, er wird automatisch mit dem Kindergeld ausgezahlt. Einzige Voraussetzung ist, dass in mindestens einem Monat im Jahr 2009 Anrecht auf Kindergeld besteht.




Kinderfreibetrag

Man kann auf das Kindergeld verzichten und sich dafür einen Kinderfreibetrag sichern. Für gemeinsam veranlagte Eltern wird er auf 6024 Euro pro Jahr festgesetzt. In der Regel lohnt sich das nur für Besserverdiener.

Mutterschaftsgeld

Arbeitnehmerinnen haben während der Mutterschaftsfristen Anspruch auf maximal 13 Euro pro Tag. Dieser Anspruch wird von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt. Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich, die Höhe richtet sich nach dem Durchschnittsverdienst der letzten drei Monate. Geringfügig Beschäftigte sowie privat Versicherte bekommen auf Antrag vom Bundesversicherungsamt eine Einmalzahlung von 210 Euro. Allerdings haben selbstständige Frauen, die privat versichert sind, keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Unterhaltsvorschuss

Alleinerziehende haben einen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, wenn der gezahlte Unterhalt nicht ausreicht oder die Vaterschaft ungeklärt ist. Der Unterhaltsvorschuss muss beim Jugendamt schriftlich beantragt werden. Er beträgt bis zum sechsten Lebensjahr 117 Euro, danach 158 Euro. Mit dem zwölften Lebensjahr des Kindes erlicht der Anspruch.




Sozialhilfe

Schwangere können Zuschüsse beantragen, wenn sie für ihren Lebensunterhalt alleine aufkommen müssen, da mit einer Schwangerschaft viele Sonderausgaben wie zum Beispiel Umstandskleidung und Babyausstattung verbunden sind. Diese Zuschüsse zahlt das Sozialamt. Dort können auch die Anträge gestellt werden.

Bundesstiftung Mutter und Kind

Die Bundesstiftung Mutter und Kind springt ein, wenn die finanziellen Mittel von werdenden Müttern nicht ausreichen. Hierfür wenden sich Bertoffene an die örtliche Schwangerschaftsberatung, das Rote Kreuz oder auch Pro Familia. Ein Schwangerschaftsattest muss dabei vorgelegt werden.

Wohngeld

Durch Familienzuwachs ändern sich die Ansprüche auf Wohngeld. Zudem gibt es einen Heizkostenzuschuss, damit die junge Familie nicht frieren muss. Zuständig ist die jeweilige Wohngeldstelle. Aber Achtung: Das Wohngeld wird immer für nur zwölf Monate bewilligt, danach muss eine neue Bewilligung eingeholt werden!

Bafög und Ausbildungsförderung

Studenten
und Azubis, die Eltern werden, werden bei der Familiengründung unterstützt. Bafög-Empfänger können eine längere Förderungszeit beantragen. Es wir jeweils ein Semester bewilligt, welches nicht zurückgezahlt werden muss. Insgesamt können bis zu acht Semester über die Förderhöchstdauer beantragt werden.

Schulstarterpaket

Seit 2009 gibt es da so genannte „Schulstarterpaket“. Ab dem nächsten Schuljahr können von Hartz-IV-Empfängern, aber auch von Abiturienten und Berufsschülern jedes Jahr 100 Euro beantragt werden. Das Geld wird von der Familienkasse oder der Bundesagentur für Arbeit ausgezahlt.

Steuerklassenwechsel

Manchmal kann ein Wechsel der Steuerklasse sinnvoll sein. Dieser sollte schon vor Bezug des Elterngeldes erfolgen, denn das kann sich dadurch unter Umständen erhöhen. Wenn eine andere Berechnungsgrundlage vorliegt, erhöhen sich die Einnahmen aus der Lohnzahlung, nach der sich das Elterngeld bemisst. Fragen Sie Ihren Steuerberater danach!
DS
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